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Die letzten drei Jahre war es auf diesem Blog wirk­lich sehr ruhig und du hast dich viel­leicht auch gefragt warum das so ist. Tja, was soll ich sagen?! Das Leben hat einfach knall­hart zuge­schlagen. Vor etwa drei Jahren hatte ich mit meinem Privat­leben, dem Blog und meiner Arbeit sehr viel um die Ohren. Die Arbeit machte mich zuneh­mend unglück­li­cher und ich musste drin­gend etwas ändern. Ich wollte meinen Blog aber nicht aufgeben und ließ ihn daher einfach nur online ohne weiter daran zu arbeiten. Ich wußte, wenn die Zeit es wieder zulässt, werde ich weiter bloggen. Jetzt endlich nach knapp 3 Jahren habe ich erst­mals wieder das Gefühl wirk­lich Zeit für meinen Blog zu haben 🙂

Aber was ist die letzten drei Jahre eigent­lich passiert?! Im Sommer 2018 wurde mir die Arbeit im Einzel­handel einfach zu viel. Es sind einige Dinge passiert, weshalb ich mich dazu entschlossen habe, mich beruf­lich neu zu orien­tieren. Das war ein langer stei­niger Weg, aber ich habe es geschafft. Zuerst bin ich zum Arbeitsamt gegangen und habe mich beraten lassen. Ich wollte gerne ins Büro wech­seln, aber leider waren die Aussichten meiner Bera­terin sehr mau. Eine Umschu­lung würde ich nicht finan­ziert bekommen und eine neue Ausbil­dung war auch nicht so einfach. Meine Fixkosten waren einfach zu hoch und das hätte ich mit einem Ausbil­dungs­ge­halt nicht geschafft. Also was sollte ich tun? Soll ich weiter im Einzel­handel arbeiten und einfach immer unglück­li­cher werden oder soll ich alles auf eine Karte setzen und etwas ganz Neues wagen?! Ich habe mich für letz­teres entschieden und alles auf eine Karte gesetzt. 

Als Quereinsteiger ins Büro?!

Zuerst habe ich mich infor­miert und mich inner­halb meines Arbeit­ge­bers nach einer Büro­stelle umge­sehen. Ich hatte auch einige Vorstel­lungs­ge­spräche und fast hätte ich eine Arbeits­stelle in der Zentrale erhalten. Aber leider hat es dann ganz knapp nicht geklappt. Dann habe ich mich via Google infor­miert wie meine Chancen aussehen als Quer­ein­stei­gerin in eine Büro­stelle zu wech­seln. Ich habe in Jobbörsen und beim Arbeitsamt gezielt nach Arbeits­stellen mit einer kauf­män­ni­schen Ausbil­dung als Vorraus­set­zung gesucht. Durch meine Ausbil­dung als Kauf­frau im Einzel­handel hatte ich ja eine kauf­män­ni­sche Ausbil­dung. Und es gibt wirk­lich viele Firmen, die Stellen im Büro anbieten, wo eine Ausbil­dung als Büro­kauf­frau nicht zwin­gend erfor­der­lich ist, sondern nur eine Ausbil­dung im kauf­män­ni­schen Bereich. Zudem sind auch wirk­lich viele Firmen an Quer­ein­stei­gern inter­es­siert, da diese zumeist sehr enga­giert und hoch­mo­ti­viert sind. Ich habe ca 20–30 Bewer­bungen für verschie­dene Firmen und Bereiche geschrieben. Ein paar Firmen haben mich zu Vorstel­lungs­ge­sprä­chen einge­laden und mir boten sich verschie­dene Möglichkeiten.

Mir war voll­kommen bewußt, worauf ich mich einlasse. Natür­lich hatte ich Angst, das nicht zu schaffen, aber ich wollte unbe­dingt aus dem Einzel­handel raus. Ich wollte wieder Spaß an der Arbeit haben und etwas Neues wagen. Mein erster Arbeits­platz im Büro war in der Admi­nis­tra­tion einer Zeit­ar­beits­firma. Dort wurde ich als Sach­be­ar­bei­terin für Lohn und Faktur einge­stellt. Die Arbeit hat mir wirk­lich viel Spaß gemacht, aber der finan­zi­elle Einschnitt war mir zu hoch. Ich habe unge­fähr 300€ netto weniger verdient und das konnte ich auf Dauer nicht stemmen. Während dieser Zeit hatte ich aber die Möglich­keit, mich in Ruhe nach einer Arbeits­stelle mit höherem Gehalt umzu­sehen. Das wäre mir im Einzel­handel nicht möglich gewesen. Die letzten Monate fühlte ich mich wie gelähmt und hatte einfach keine Kraft mich auf irgendwas anderes zu konzen­trieren. Ich war einfach nur fertig und fühlte mich total ausgelaugt. 

Nicht aufgeben, auch wenn es dir schwerfällt

Nach ein paar Monaten hatte ich ein Vorstel­lungs­ge­spräch in einer IT Firma. Dort bewarb ich mich für eine Stelle im 1st Level Support und es wurde ein Mitar­beiter mit einer kauf­män­ni­schen Ausbil­dung gesucht. Das Gespräch verlief super und ich wurde einge­stellt. Nach ca vier Monaten habe ich dann bei der Zeit­ar­beits­firma aufge­hört und in der IT Firma ange­fangen. Die ersten 4–6 Wochen waren wirk­lich die Hölle. Ich hatte absolut keine Ahnung und es war alles Neuland für mich. Zudem musste ich auch den tele­fon­si­chen Support über­nehmen und das ist wirk­lich etwas ganz Anderes, als wenn dir Kunden gegen­über stehen. Nunja, nach und nach wurde es besser. Ich übte mich immer mehr ein, habe sehr viel zum Thema Kunden­kom­mu­ni­ka­tion gelesen und auch diverse Schu­lungen und Semi­nare besucht. Inzwi­schen bin ich in die Projekt­ab­tei­lung gewech­selt und bin mega happy. Ich bekomme ein gutes Gehalt und verdiene mehr als ich damals im Einzel­handel verdient habe. Zudem habe ich feste Arbeits­zeiten, habe am Wochen­ende frei und habe auch die Möglich­keit Home­of­fice zu machen. Während der Coro­na­zeit im letzten Jahr war ich sogar komplett im Home­of­fice. Es läuft wieder alles super und mitt­ler­weile arbeite ich seit über 2 Jahren in dieser Firma.

Ich bin so froh, dass ich diesen Schritt gewagt und dafür gekämpft habe. Klar, es war nicht immer einfach, aber manchmal musst du im Leben etwas riskieren, wenn du glück­lich sein willst. Es bringt nichts, einfach nur den Kopf in den Sand zu stecken und zu hoffen, dass es besser wird. Ein paar Wochen ist das ja noch in Ordnung, aber wenn es auch nach Monaten nicht besser wird und du immer unglück­li­cher wirst, wird es Zeit etwas zu ändern. Das gilt für alle Bereiche im Leben, aber gerade die Arbeit nimmt ein Drittel deiner Lebens­zeit ein und daher ist es beson­ders wichtig, dass dieser Lebens­be­reich Spaß macht und dir auch gefällt. Sonst stehst du am Ende vor einem Nerven-zusam­men­bruch und hast inner­lich aufge­geben. Sei dir selbst immer am wich­tigsten und höre auf dein Herz.

Warst du auch schon in einer ähnli­chen Situa­tion? Wie hast du diese Situa­tion gemeis­tert? Bist du dadurch stärker geworden? Berichte mit gerne von deinen Erfahrungen 🙂

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